Vergänglichkeit

Am Dienstag habe ich mich auf einem Geburtstag bei Kaffee und Kuchen mit einer älteren Dame unterhalten.

Wir sprachen über die Zeit und wie schnell sie doch vergeht.

Sie sagte: "Die Jahre vergehen so schnell. Man bekommt das kaum mit. Wenn man jung ist und gesund, dann kann man das Leben noch genießen und es sich nach seinen eigenen Wünschen gestalten. Vielleicht mit einem Partner zusammen. Das ist sehr schön. Aber im Alter....da sieht man wie schnell die Zeit an einem vorüber zieht. Man muss jeden Augenblick voll genießen, denn jeder einzelne Moment ist so kostbar im Leben."

Ich weiß dies, aber leider vergesse ich es im Alltag doch allzu oft.

Das Gespräch stimmte mich nachdenklich und auch ich habe in den letzten Monaten gemerkt, wie schnell die Zeit doch vergehen kann. Wenn dieses Empfinden im Alter noch schlimmer werden sollte, werden meine Tage in Zukunft gefühlte 10 Sekunden lang sein.

Die Dame meinte außerdem, dass sie ab und an auch darüber nachdenkt, wann ihre Zeit wohl abgelaufen sein mag. "Nun bin ich alt und manchmal fange ich an zu rechnen wie alt ich noch werden könnte, wie viele Jahre mir noch bleiben würden."

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich solche Rechnungen mit 14 Jahren verfolgt.

Mit dem Tod habe ich schon als kleines Kind versucht mich auseinanderzusetzen.

Auch wenn solche Überlegungen oftmals mit Angst verbunden sind, versuche ich doch den Kreislauf des Lebens zu akzeptieren.

Nichts bleibt für die Ewigkeit. Alles ist vergänglich.

17.10.13 10:59

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